Chapter one. Gott drückt noch mal ein Auge zu.
Geboren bin ich hoch im Norden in einem kleinen Städtchen. Liegt noch nördlich des Lindenbergs. (Hallo Udo!)
Das Städtchen war so klein, dass nicht einmal die englischen Bomberpiloten es im Krieg finden konnten. Einmal hat der Tommy dann doch noch getroffen. War leider ein Kindergarten. Shit happens! Aber das war vor meiner Geburt.
Ich bin der Sohn eines Tennis-Champs und einer Hockeytorwartin.
Wie meine Eltern sich kennengelernt haben, ist nur bruchstückhaft überliefert. Es soll irgendwas mit einer plattgedrückten Nase zu tun haben. Muss da noch mal nachrecherchieren.
Leider hatte meine Mutter nicht viel Zeit für mich. Sie war sehr schön und deshalb ständig auf der Flucht.
Mein Vater hatte auch nicht viel Zeit. Im Sommer sagte er immer: “Ich bin dann mal zum Turnier.” Und im Winter hat er Adressenlisten geschrieben, die er an Firmen verkaufen wollte. Naja, Facebook war noch nicht erfunden.
Meine Erziehung übernahmen Onkel Frank und meine Cousine Ingrid.
Man munkelte, Onkel Frank sei Abteilungsleiter bei der Mafia. Er soll einen 40cm langen Penis gehabt haben, den er zum Geldeintreiben benutzte. Gerüchte halt. Cousine Ingrid putzte sich ständig die Zähne. Die Beißerchen habe schon mit dem Kopf geschüttelt, wenn sie sich dem Bad nur näherte.
Einmal nahm Dad mich mit auf den Tennisplatz. Sie brauchten einen Balljungen.
Ich stand am Netz und sammelte die Bälle auf.
Plötzlich kregte ich einen fürchterlich verzogenen Tie-Break-Versuch aufs Auge. Bommmmm!!!
Den Ball hatte eine junge Dame geschlagen, die ein superkurzes Tennisröckchen trug. Die Tennisballschlägerin hieß Susanne und hat sich mit einer herzlichen Umarmung für den missglückten Aufschlag entschuldigt.
Allerdings nicht bei mir, der ein Matschauge bekommen hatte, sondern bei meinem Dad, dem Tennischamp.
Vier Wochen später musste ich Tante Susanne zu ihr sagen. Und nach neun Monaten kam dann mein Brüderchen.
Und deshalb heißt das 1.Kapitel: Gott drückt noch mal ein Auge zu.
(To be continued)
